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Kein Selbstläufer
Spitzenreiter TTC Ruhrstadt Herne darf seine Gäste aus Hamm nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit dem früheren Weltklassespieler Chen Zhibin an der Spitze sind die Ostwestfalen deutlich stärker als beim Herner 9:2-Hinspielsieg.
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G.C. Foerster
Am Karnevalssonntag ab 14 Uhr will der TTC Ruhrstadt Herne in der Ruhrstadtarena (Sodinger Str. 561a) gegen GW Bad Hamm seinen Siegeszug in der 2. Bundesliga Nord fortsetzen. Mit der Begegnung gegen den Viertletzten endet die Serie der Spiele gegen Teams aus der unteren Region.
Danach folgen noch im Februar Auswärtsspiele bei Hertha BSC und in Hagen, bevor am 14. März gegen Bergneustadt das nächste Heimspiel ansteht. Bis zum Finale gegen den vermeintlich schärfsten Widersacher im Kampf um die Meisterschaft, den SV Siek, gibt es dann eine sechswöchige Pause. Erst am 25. April kommt es in Herne zum mit Spannung erwarteten Finale.
So weit denkt Ruhrstadt-Coach Jens Stötzel momentan aber noch nicht. Nach dem alten Herberger-Motto „der nächste Gegner ist immer der schwerste" fordert er die volle Konzentration auf die Partie gegen Hamm und warnt davor, den Gast auf die leichte Schulter zu nehmen: „Die Grün-Weißen stehen nur deshalb so weit unten in der Tabelle, weil sie in der Vorrunde selten komplett gespielt haben. Auch gegen uns sind sie im Hinspiel ohne ihre Nummer eins, Chen Zhibin, angetreten, was die Sache bei unserem 9:2-Erfolg wesentlich erleichtert hat."
Tatsächlich sind die Hammer mit ihrem Spitzenmann eine ganze Klasse besser. Das beweisen die Ergebnisse der Rückserie. Zuletzt gab es ein 8:8 gegen Bergneustadt, eine Woche davor sogar einen 9:2-Sieg gegen den TTC Hagen.
Doch nicht allein an dem Chinesen macht Jens Stötzel seine Warnung vor der Spielstärke des Gegners fest. „An zwei spielt mit Jochen Lang ein sehr erfahrener Mann, gegen den Teodor Yordanov und Erik Bottroff beide schon verloren haben. Auch in der Mitte verfügen die Gäste mit Routinier van Spanje und dem erst 16-jährigen englischen Nationalsspieler Evans über ausgezeichnete Leute", erwartet der Trainer einige heiße Duelle.
Auch unten verfügt der Aufsteiger mit Chung Wai Lung zumindest über einen gefährlichen Spieler. Der junge Chinese spielte in der Vorrunde zumeist an Position zwei. Dort war er völlig überfordert, holte aber in der Rückserie im unteren Paarkreuz Punkt auf Punkt und wird auch Björn Helbing dazu zwingen, sein volles Können abzurufen.
Wenn das Spiel lange genug dauert, kommt es zu einem Schlagabtausch der besonderen Art. Im zweiten Durchgang steht die englisch-englische Paarung Daniel Reed gegen Gavin Evans auf dem Plan. In diesem Prestigeduell zweier Nationalmannschaftskollegen muss sich der um einen Nationalkaderplatz besser postierte Reed den Angriffen seines drei Jahre jüngeren Herausforderers erwehren.
Zweifellos steckt also mehr Brisanz in dem Spiel, als es die Tabellenplätze der Kontrahenten vermuten ließen. Trotz allen Respektes vor dem Gegner hat Jens Stötzel jedoch keinen Zweifel an dem letztendlichen Erfolg seines Sextetts: „Unsere Jungs haben inzwischen ein enormes Selbstvertrauen. Die wollen das Ding jetzt durchziehen bis zur Meisterschaft."
Quelle: WAZ, 10.02.2010, Uwe Eulig
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